Schule statt Ziegelei

Rund 2 Millionen von 10 Millionen Kindern aus Pakistan arbeiten in Ziegelbrennereien (Stand 2010). 60% dieser Kinder sind unter 13 Jahre alt.
Während der Zeit hat sich in der Ziegelbrennerei ein System entwickelt, dass die Arbeiter ihren Gutsherren einen hohen Betrag an Geld schulden. Diese Schulden allein zu begleichen ist für ein einzelnes Familienmitglied meist sehr schwierig, sodass Kinder zur Schuldbegleichung an Ziegelbrennereien geschickt werden. Dabei wird ihnen ihre Freiheit geraubt. Es kommt nicht selten vor, dass ein Besitzer die Arbeiter weiterverkauft, sodass viele Familien 10- Mal verkauft werden.
Die Problematik dieser Menschen gelangt nicht so leicht an die Öffentlichkeit, weil die
Ziegelbrennereien an abgelegenen Orten gebaut werden. Meistens macht man einen
großen Bogen um sie herum. Die Kinder sind für viele fast unsichtbar.
Die Gutsherren und Fabrikbesitzer sorgen dafür, dass die Kinder nirgends eingetragen sind. Es wird versucht den Kontakt der Arbeiter mit anderen zu vermeiden. Dies hat zur Folge, dass diese Kinder nicht mal geimpft sind. Durch die dazukommenden unhygienischen Umstände ist es auch nicht verwunderlich, dass dort kranke Kinder arbeiten. Viele Frauen und Mädchen werden von ihren „Besitzern“ misshandelt, sexuell Misshandelt oder verkauft. Es gibt auch Fälle von Organhandel in Ziegelbrennereien.
Eine Verweigerung oder Flucht hat Gewalt als Konsequenz. Die Besitzer haben sehr viel Macht und oftmals die Polizei auf ihrer Seite. Meist wird den Arbeitern Diebstahl oder ähnliches angehängt sodass ein Fluchtversuch alles nur noch schlimmer macht.

45 Kinder von armen Familien, die in 4 verschiedenen Ziegeleien arbeiten mußten, können seit 2013 in  umliegende Schulen lernen. Die Schulgebühren sowie die erforderliche Schul-Uniform und die Bücher wurden über den Verein bereitgestellt.

2015:

2014:

2013:

2012: Durch Spenden und Dank der Firma Traffic aus Koblenz konnte der Verein Friedenskinder, an Weihnachten 2012, fast unglaubliches in Pakistan verwirklichen.

Der Projektleiter Arif Minhas konnte 8 Familien, die an Ziegeleien als Tagesverdiener arbeiten mussten, „freikaufen“. Durch den Kauf von 27 Esel zum Lasten tragen, die den Ziegeleibesitzern als Tausch zur Verfügung gestellt wurden, brauchen die Kinder nicht mehr in den Ziegeleien zu arbeiten sondern können endlich zur Schule gehen.

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