Pianist Aeham Ahmad spielt in Koblenz
Liebe Mitglieder der Friedenskinder,
heute möchten wir Sie auf zwei „Musikalische Lesungen“ hinweisen, die am 21. März um 19 Uhr in der Theaterschule im Konradhaus in Koblenz-Ehrenbreitstein und am 23. März um 19 Uhr in der Kulturfabrik Koblenz stattfinden.
Aeham Ahmad, der als „Pianist in den Trümmern von Damaskus“ weltbekannt wurde, spielt zu einer Lesung aus seinem Buch „Auf einmal war alles anders“, das in Teilen von Hartmut Hoefs vorgetragen wird. In seiner Musik verbindet er klassische, arabische und moderne Elemente, virtuos improvisiert auf dem Klavier.

Aehams Lebensweg können Sie im Anhang lesen.
Wir würden uns sehr freuen, Sie an einer der beiden Veranstaltungen begrüßen zu können. Tickets können Sie online bei der Theaterschule oder der Kulturfabrik erwerben.
Herzliche Grüße
Bernd Wangelin und Hartmut Hoefs
Aeham wuchs als Palästinenser in Damaskus auf. Er studierte Musik und Pädagogik in Homms. Bis der Krieg seine Heimat in Trümmer verwandelte, arbeitete er als Musiklehrer. Zu dieser Zeit wollte er vor allem Kindern Hoffnung und Momente der Freude geben. So spielte er in den Trümmern unter dem Motto „Und die Vögel werden singen“. Seit seiner Flucht nach Deutschland gab er mit der Unterstützung von Herbert Grönemeyer Konzerte in Schulen, Kindergärten und Kirchen und begeisterte zahllose Menschen in ganz Europa. Er wurde mit dem Internationalen Beethoven-Preis für Menschenrechte ausgezeichnet, trat mit namhaften Orchestern und bekannten Jazzmusikern auf und wurde als Solist gefeiert. Mittlerweile hat er mehrere Bücher veröffentlicht, in denen er den Alltag in Syrien, die Tragik von Krieg und Flucht wie auch die Probleme seiner Ankunft in Deutschland beschreibt. In seinem Buch „Auf einmal war alles anders“ erzählt er vom Schicksal eines zehnjährigen Mädchens, das ein buntes Leben in Aleppo genießt, bis der Krieg näher rückt und die Flucht mit der Familie die einzige Hoffnung bleibt. Was sie dann in Deutschland erlebt, welche Trauer sie bewältigen muss und wie sie den Mut entwickelt, ihre Träume zu verwirklichen, beschreibt Aeham mit großer Empathie. Zu seinem Text, vorgelesen von Hartmut Hoefs, verbindet er klassische, arabische und moderne Musik auf dem Klavier. Einen Teil seiner Gage steckt er in sein Projekt in Yarmouk, dem völlig zerstörten Stadtteil von Damaskus. Dort baut er einen Teil der Musikschule wieder auf und finanziert Musiklehrer, die traumatisierten Kindern kostenlosen Musikunterricht geben.