Die „Friedens-Glocke“ als Verbindung des Gitarrenklang zum Krieg in der Ukraine

Mit viel Gefühlsausdruck schenkte uns der Gitarrist Nikolai Studenikin eine „musikalische Ruhe“, um uns in Stille, auch den Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, zu besinnen.

Das Konzert unter der Schirmherrschaft der Kulturdezernentin Frau Margit Theis-Scholz, wurde vom Vorstandsmitglied des Vereins „Friedenskinder“ Hartmut Hoefs, auf besonders emotionaler persönlicher Verbindung zur Ukraine, durch das Programm geführt. Schön war die Unterstützung, dass uns das Team der Citykirche diesen Platz zum Besinnen geboten hat.

Abseits der Kirchenräume sind bereits einige Mitglieder der „Friedenskinder“ beim ehrenamtlichen Arrangement der Unterbringung von Ukrainischen Familien, vielmehr leider nur der Frauen mit ihren Kindern, beschäftigt. Der Erlös der beiden Konzertauftritten, mit den weiteren Zweckgebundenen Spenden an den Verein „Friedenskinder“, kommen ausschließlich den ukrainischen Kindern zugute. KHS

(vielen Dank für die Bilder von Sascha Ditscher)

Bericht für die Rhein-Zeitung von Petra Schmidt-Sauer:

Mit Gitarrenklängen Friedensbotschaft überbracht

Der Verein Friedenskinder hatte zum Konzert geladen

Der junge Gitarrist Nikolai Studenikin hat in der Koblenzer Citykirche Station gemacht. Hier begrüßte die Schirmherrin der Veranstaltung, Kulturdezernentin Margit Theis-Scholz viele Gäste, die der Einladung des Vereins Friedenskinder gefolgt waren.  Zu Beginn des zweiten Konzertteils richtete Anna Köbberling, Schirmherrin bei Friedenskinder e.V., ein Grußwort an die Zuhörer.

Nikolai Studenikin freute sich sehr, dass er mit seiner Kunst auch in unserer Stadt etwas für Kinder tun konnte, die ihre Heimat verlassen mussten und nun hier – wahrscheinlich für längere Zeit – leben werden. Deshalb erklärte er sich bereit, das Konzert zweimal zu spielen und sagt: „Jetzt bin ich doch froh, dass ich Musiker geworden bin und dass meine Gitarre vielleicht mehr bewirken kann als ein Maschinengewehr.“

Mit dem Anschlagen der Friedensglocke, die derzeit in der Citykirche zu Gast ist, wurde zu einer Schweigeminute eingeladen. Besinnliche Worte und persönliche Gedanken zu einem friedvollen Miteinander umrahmten in kurzen Redebeiträgen das vielfältige Programm des Künstlers. Studenikin interpretierte  Werke von J.S.Bach, Leo Brouwer und spanischen Komponisten. Besonders beeindruckend geriet ein Stück von Manuel de Falla, in dem das Thema „Abschied“ verarbeitet wird.

Das sehr aufmerksame Publikum lauschte den virtuosen Gitarrenklängen und dankte dem Solisten für die wunderbare Musik mit lang anhaltendem Applaus.

Mit dem Konzerterlös von 1.370,00 € und weiteren zweckgebundenen Spenden möchte der Verein Friedenskinder e.V. dazu beitragen, den  ukrainischen Kindern und Jugendlichen das Ankommen in Koblenz etwas zu erleichtern.

Dank der hervorragenden Zusammenarbeit zwischen Frau Kilian vom Team der Citykirche, Nikolai Studenikin und allen Mitwirkenden war es möglich, an einem wunderbaren Konzerterlebnis mit einer deutlichen Friedensbotschaft in Koblenz teilzunehmen.

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